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Klassische Musik

Joseph Szigeti

Joseph Szigeti

Der aus Ungarn stammende Geiger Joseph Szigeti (1892-1973) zählt zu den bedeutendsten des 20. Jahrhunderts, gerühmt für seine musikalische Intelligenz und die Weite seines Repertoires, vom Klassischen bis zum Zeitgenössischen. Er wählte die Riviera als letzte Heimat und ruht auf dem Friedhof von Clarens, wo ihm später sein Schwiegersohn, der Pianist Nikita Magaloff, folgte.

Joseph Szigeti: ein ungarischer Geiger, am Genfersee verankert

Von Budapest nach Genf

Der 1892 in Budapest geborene Joseph Szigeti war ein Geigenwunderkind, ausgebildet vom grossen Pädagogen Jenő Hubay. Kaum den Jugendjahren entwachsen, führte er bereits eine internationale Karriere.

1913 wählte er die Schweiz und liess sich dort nieder. Von 1917 bis 1925 unterrichtete er am Genfer Konservatorium. Dort begegnete er 1918 Wanda Ostrowska, einer Russin, die die Revolution in der Schweiz festgehalten hatte; 1919 heirateten sie. Die Westschweiz wurde zum Ankerpunkt eines Musikers, den man sonst mit den grossen Bühnen der Welt verbindet.

Das amerikanische Exil, dann die Rückkehr

1940 verliess Szigeti das kriegsversehrte Europa in Richtung Vereinigte Staaten. Dort setzte er seine Laufbahn als Solist und Pädagoge fort, bis die Arthritis in den 1950er-Jahren sein Spiel beeinträchtigte und ihn zum Kürzertreten zwang.

1960 kehrten er und Wanda in die Schweiz zurück und liessen sich am Genfersee nieder, ganz in der Nähe ihrer Tochter Irene.

Eine Musikerfamilie auf dem Friedhof von Clarens

1940 hatte seine Tochter Irene den Pianisten Nikita Magaloff geheiratet.

Joseph Szigeti starb 1973. Er ruht auf dem Friedhof von Clarens, wo ihm Nikita Magaloff 1992 folgen sollte. Zwei Generationen der grossen Musik, Bogen und Klaviatur, vereint oberhalb von Montreux.

Zugehörige Orte

  • Cimetière de ClarensFriedhofOrt öffnen →

    Der stille Friedhof oberhalb von Clarens, auf dem David Richards, der Produzent der Mountain Studios, ruht.