Klassische Musik
Nikita Magaloff

Der aus Russland stammende, in der Schweiz eingebürgerte Pianist Nikita Magaloff (1912-1992) war einer der großen Chopin-Interpreten des 20. Jahrhunderts, berühmt für seine Chopin-Gesamtzyklen. Seit Langem am Genfersee ansässig und dem Geiger Joseph Szigeti verbunden, dessen Tochter er heiratete, ruht er auf dem Friedhof von Clarens.
Nikita Magaloff: der Chopin eines exilierten georgischen Fürsten
Von Sankt Petersburg nach Paris
Nikita Magaloff wurde 1912 in Sankt Petersburg geboren, in einer Familie des georgischen Adels, den Maghalaschwili. Die Revolution vertrieb die Seinen: 1918 verliessen sie Russland Richtung Finnland, dann 1922 Paris.
Am Pariser Konservatorium studierte er in der Klasse von Isidore Philipp. Bei seinem Abschluss 1929 rühmte Ravel einen „wahrhaft aussergewöhnlichen Musiker“.
Chopin, ein ganzes Leben
Magaloff verband seinen Namen mit Chopin wie wenige Pianisten. Er spielte das gesamte Klavierwerk in Serien von sechs Recitals und war der Erste, der es vollständig auf Platte aufnahm.
Diese lebenslange Weggemeinschaft machte ihn zur Referenz: Wo andere Pianisten Chopin in Fragmenten angehen, bot er die vollständige Landschaft, geformt von jahrzehntelanger Vertrautheit.
Die Riviera und der Friedhof von Clarens
1940 heiratete Magaloff Irene, die Tochter des Geigers Joseph Szigeti. Die Ehe verankerte ihn dauerhaft am Genfersee, wo seine Schwiegerfamilie lebte. Er wurde Schweizer Bürger.
Er starb 1992 in Vevey und ruht auf dem Friedhof von Clarens, unweit von Joseph Szigeti, der zwanzig Jahre zuvor gestorben war. Der Pianist und der Geiger, Schwiegersohn und Schwiegervater, wachen Seite an Seite oberhalb von Montreux.
Zugehörige Orte
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Foto folgtDer stille Friedhof oberhalb von Clarens, auf dem David Richards, der Produzent der Mountain Studios, ruht.