Jazz, Soul & Blues
B.B. King

B.B. King (1925-2015) war einer der treuesten Stammgäste des Montreux Jazz Festival: Insgesamt dreiundzwanzig Konzerte, vom ersten dort aufgenommenen Live-Album 1979 bis zum Konzert an Bord eines CGN-Schiffs 2006. Dazwischen füllte er immer wieder das Auditorium Stravinski, vor allem am 15. Juli 1993, gefilmt und unter dem Titel „Live at Montreux 1993“ veröffentlicht. Der König des Blues und seine Gitarre Lucille gehören zur Montreuxer Landschaft wie der See selbst: eine Büste im Garten des Palace, ein Street-Art-Wandbild in der Stadt.
B.B. King: von 1979 bis zum Schiff von 2006
Ein Stammgast, kein Gast
Manche Künstler kamen einmal nach Montreux und hinterliessen eine Spur. B.B. King kehrte unablässig zurück: Ihm werden dreiundzwanzig Konzerte beim Festival zugeschrieben, was ihn ganz vorne in dessen Geschichte einordnet.
Die älteste Spur ist eine Platte: „Recorded Live at the Montreux Jazz Festival“, aufgenommen 1979. Der König des Blues war damals vierundfünfzig und hatte bereits eine lange Karriere hinter sich, Montreux wurde zu einer seiner europäischen Referenzbühnen.

15. Juli 1993: das Konzert, das alle gesehen haben
Am 15. Juli 1993 spielte B.B. King im Auditorium Stravinski. Das Konzert wurde gefilmt und unter dem Titel „Live at Montreux 1993“ veröffentlicht, heute eines der meistverbreiteten Dokumente aus dem Festivalarchiv, auch auf Streamingplattformen.
Vier Jahre später kam er wieder, am 8. Juli 1997, erneut im Stravinski. Und er machte weiter: 2005 stand er auf dem Programm der 39. Ausgabe.

Ein Konzert auf dem See
2006 versuchte das Festival etwas, das es nie zuvor getan hatte: ein Konzert einzuschiffen. B.B. King ging an der Anlegestelle von Montreux an Bord eines CGN-Schiffs und spielte auf dem See.
Es war eine Premiere in der Geschichte des Festivals. Die Fotografien jenes Tages zeigen einen Achtzigjährigen, lächelnd und zugewandt, umringt vom Publikum an Deck, ein Bild, das recht gut zusammenfasst, was er für Montreux bedeutete.

Was in Montreux geblieben ist
Seine von Marco Zeno geschaffene und von Barbara J. Riley Claude Nobs geschenkte Büste zeigt ihn mit Lucille, seiner Gitarre, im Garten des Montreux Palace. In der Stadt würdigt ihn ein Street-Art-Wandbild auf dem Weg des Décal’Quai.
Seine seit 1979 gefilmten Konzerte gehören zum Festivalarchiv, das im UNESCO-Register Memory of the World eingetragen ist.
Videos
B.B. King in Montreux: das Festival, das Graffiti und die Büste, Video Visit Montreux
Zugehörige Orte
▸Buste de B.B. KingBüsteOrt öffnen →

© Llez, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons Der König des Blues und seine Gitarre Lucille, von Marco Zeno im Garten des Palace verewigt.
▸Graffiti B.B. KingStreet ArtOrt öffnen →

© Visit Montreux Ein Street-Art-Wandbild zu Ehren des Königs des Blues, legendärer Stammgast des Montreux Jazz Festival.
▸Montreux Jazz FestivalFestival / Kongresszentrum 2M2COrt öffnen →

© Visit Montreux Das Herz des Festivals seit 1993: unter einem Dach das Auditorium Stravinski und die Säle, die jeden Sommer die halbe Musikgeschichte empfangen.
▸Débarcadère de MontreuxCGN-Schiffsanlegestelle / schwimmende BühneOrt öffnen →

© Visit Montreux Der Einschiffungspunkt der Belle-Époque-Schiffe der CGN. Auf dem Steg selbst fand nichts statt: An Bord empfing Queen 1986 die Presse, und dort gab B.B. King 2006 ein Konzert.