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Rock, Pop & Metal

Emerson, Lake & Palmer

Emerson, Lake & Palmer

Emerson, Lake & Palmer liessen sich Mitte der 1970er-Jahre in Montreux nieder, um in den Mountain Studios einen Teil von „Works Volume 1“ aufzunehmen, einem Doppelalbum, das am 25. März 1977 bei Atlantic erschien. Die Platte beruht auf einem ungewöhnlichen Prinzip: eine Seite für jedes Mitglied, die vierte für das vereinte Trio. Keith Emerson nahm dort sein „Klavierkonzert Nr. 1“ auf, achtzehn Minuten in drei Sätzen mit Orchester. Die Wette ging auf: Das Album erreichte Platz 9 im Vereinigten Königreich und Goldstatus auf beiden Seiten des Atlantiks. Die Band gehört zu den allerersten Kunden des Studios, zwei Jahre vor dessen Kauf durch Queen.

Emerson, Lake & Palmer: Steuerexilanten und ein Klavierkonzert

Warum sie kamen

Mitte der 1970er-Jahre trieb die britische Steuerpolitik einen Teil der grossen Rocknamen aus dem Land. Emerson, Lake & Palmer gehörten dazu: als Steuerexilanten suchten sie eine Arbeitsbasis ausserhalb des Vereinigten Königreichs und liessen sich in Montreux nieder.

Damit stiessen sie zu jener kleinen Kolonie, die den Ruf der Mountain Studios in jenen Jahren begründete: David Bowie war 1976 nach Blonay gezogen, Yes sollte dort sechs Monate verbringen, Rick Wakeman sein Soloalbum aufnehmen. Für diese Generation war das Studio im Casino ebenso Arbeitsort wie Zuflucht.

Drei Städte für ein Doppelalbum

„Works Volume 1“ wurde 1976 in drei Studios und drei Ländern aufgenommen: De Lane Lea in London, den Mountain Studios in Montreux und Pathé-Marconi EMI in Paris. Die Platte erschien am 25. März 1977 als Doppelalbum bei Atlantic.

Ihr Aufbau ist ungewöhnlich, für eine Band beinahe provokant: Jedes Mitglied erhält eine ganze Seite, um zu schreiben und zu arrangieren, was es will, und nur die vierte vereint das Trio. Es ist ein Bandalbum, das damit beginnt, einzugestehen, dass seine drei Mitglieder nicht mehr ganz dasselbe wollen.

Ein achtzehnminütiges Konzert

Keith Emerson füllt seine Seite mit seinem „Klavierkonzert Nr. 1“: achtzehn Minuten in drei Sätzen, geschrieben und gespielt wie ein echtes Konzertstück, mit Orchester. Ein Rock-Keyboarder, der auf einer im Rockregal verkauften Platte ein Konzert vorlegt, eine Geste, die nur diese Zeit zuliess.

Greg Lake widmet seine Seite Liedern, die mit dem Texter Peter Sinfield entstanden, und Carl Palmer erkundet verschiedenste Stile. Ein grosser Teil des Albums wurde mit Orchesterbegleitung aufgenommen, was den Einsatz mehrerer Studios und die erheblichen Kosten des Unternehmens erklärt.

Zugehörige Orte

  • Queen: The Studio ExperienceAusstellungOrt öffnen →
    Queen: The Studio Experience
    © Visit Montreux

    Die kostenlose Ausstellung in den echten Mountain Studios, wo Queen zwischen 1978 und 1995 sieben Alben aufnahm.

  • Duck HousePrivatresidenzOrt öffnen →
    Duck House
    © Interhome

    Das Haus am See, das Freddie in Clarens mietete und in dem er mit Blick auf den Genfersee „A Winter’s Tale“ schrieb.

In Montreux aufgenommene Musik

1977

Works Volume 1

Das Progressive-Rock-Trio nahm einen Teil dieses ehrgeizigen Doppelalbums in den Mountain Studios auf, auf dem jedes Mitglied eine eigene Seite erhält. Darauf findet sich die berühmte „Fanfare for the Common Man“.

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