Montreux Music

Klassische Musik

Oskar Jüttner

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Oskar Jüttner (geboren 1863 in Liegnitz, im preussischen Schlesien) war von 1889 bis 1906 der Leiter des Orchesters des Casino-Kursaal von Montreux, im Zentrum des mondänen Lebens des Kurorts der Belle Époque. Mit sechsundzwanzig Jahren berufen, machte er die Musik zu einem der Reize der Kurstadt, bevor er Julius Lange und dann Ernest Ansermet Platz machte.

Oskar Jüttner, die Musik des Belle-Époque-Montreux

Der Leiter des Casino-Kursaal, morgens und abends

In der Belle Époque des Tourismus beruhte der Ruf eines Kurorts wie Montreux ebenso auf seinen Palästen wie auf der Qualität seiner Musik. Mit sechsundzwanzig Jahren berufen, gab Oskar Jüttner ab 1889 siebzehn Jahre lang täglich Konzerte, morgens und abends, im Casino-Kursaal, dem Vorläufer des Casino de Montreux.

Sein Repertoire verband die grossen Klassiker, Haydn, Mozart, Beethoven und Wagner, mit der neuen französischen Schule von Chabrier, Massenet und Vincent d’Indy.

Die grossen Solisten am Genfersee

Jüttner holte erstrangige Solisten nach Montreux: die Geiger Pablo de Sarasate und Joseph Joachim, den Cellisten Pablo Casals, den Pianisten und späteren polnischen Staatsmann Ignacy Paderewski. 1906 verliess er die Stadt und ebnete Julius Lange und dann, ab 1912, dem jungen Ernest Ansermet den Weg.