Montreux Music

Jazz, Soul & Blues

Dizzy Gillespie

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Dizzy Gillespie

Dizzy Gillespie (1917-1993), der Trompeter mit den aufgeblähten Backen und dem geknickten Schalltrichter, war mit Charlie Parker einer der Erfinder des Bebop und der grosse Vermittler des afrokubanischen Jazz. Als weltweiter Botschafter der Musik gehört er zu den Figuren, die in den 1970er- und 1980er-Jahren die grossen Stunden des Montreux Jazz Festival prägten.

Dizzy Gillespie in Montreux

Ein Stammgast der 1970er-80er

Dizzy Gillespie kehrte in den 1970er- und 1980er-Jahren immer wieder nach Montreux zurück. Im Juli 1975 gab sein „Big 7“ dort ein Konzert, das beim Label Pablo als „Dizzy Gillespie at Montreux 1975“ erschien. Am 14. Juli 1977 spielte er erneut, im Sextett.

Am 19. Juli 1980 teilte er die Bühne mit dem Mundharmonikaspieler Toots Thielemans und dem Schlagzeuger Bernard Purdie: Dieses Konzert erschien unter dem Titel „Digital at Montreux, 1980“. 1982 kam er noch einmal. Bei jedem Besuch elektrisierten der geknickte Trichter und das virtuose Spiel des Bebop-Meisters das Casino de Montreux.

Dizzy Gillespie und seine Trompete mit geknicktem Trichter, in Montreux.
Dizzy Gillespie und seine Trompete mit geknicktem Trichter, in Montreux.

Der Botschafter des Bebop

Mit Charlie Parker hatte Gillespie in den 1940er-Jahren einen schnelleren, kunstvolleren Jazz erfunden, den Bebop, bevor er ihn mit den afrokubanischen Rhythmen des Perkussionisten Chano Pozo verband — „A Night in Tunisia“ bleibt dessen Sinnbild. Bis zu seinem United Nations Orchestra machte er den Jazz unablässig zu einer universellen Sprache.

In Montreux gehörte er zu jener Generation von Giganten, die Claude Nobs wie Freunde empfing. Sein Name steht im Gästebuch des Eden Palace au Lac, neben Charles Mingus und Charles Aznavour.

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