Rock, Pop & Metal
Prince

Nachfolgend die Orte in Montreux, die mit diesem Künstler verbunden sind.
Prince, die Weinberge des Lavaux und das Festival
16. Juli 2007: die Jazz Night im Stravinski
Am 16. Juli 2007 war Prince der Überraschungsgast des Festivals, bis spät in die Ausgabe geheim gehalten. Die Ankündigung ging um die Welt: Der grösste Popstar jener Zeit nach Michael Jackson kam aus dem Ruhestand zurück, um eine „Jazz Night“ im intimen Rahmen des Auditorium Stravinski zu leiten. Auf Wikipedia stand das Konzert mehrere Tage vor seinem Stattfinden in seiner Biografie, wie ein bereits historisches Ereignis (24 Heures, François Barras, 17. Juli 2007).
Am Abend war die Sicherheit extrem: keine Fotografen, keine Kameras, keine Handys. Gegen 19.30 Uhr war der Sänger nach dem Soundcheck kurz zu sehen, „sehr elegant, ganz in Beige, mit einem grossen schwarzen Hut“, auf dem Weg zu seiner Limousine. Das für 21 Uhr angekündigte Konzert begann eine Dreiviertelstunde später, in einem zu zwei Dritteln gefüllten Saal.
Ein Bläsertrio zog zum Klang von „When the Saints“ durch das Publikum, in New-Orleans-Stimmung. Prince erschien im roten Anzug, mit schwarzer Brille und schwarzem Hut, nahm die Soli seiner Musiker entgegen, probierte eine Gitarre, deutete einen Tanzschritt an und ging wieder, ohne ein Wort zu sagen: eine lange jazzige Jam, ein Pop-„Antikonzert“. Später in der Nacht gab er ein zweites Konzert im Jazz Café, dem Club des Festivals.

Ein Liebhaber von Montreux und Lavaux
Prince kehrte 2009 für ein Doppelkonzert nach Montreux zurück, und erneut 2013.
Es war dieser Besuch von 2009, der seine Verbundenheit mit der Region besiegelte. Simon Tomei, der Transportverantwortliche des Festivals, hatte ihn am Flughafen abgeholt: „Prince wollte nicht sofort ins Hotel zurück, also schlug ich ihm vor, die Region zu besichtigen. Wir nahmen die Ausfahrt Chexbres, um über die Strasse durch die Reben nach Vevey zu gelangen“, erzählt er der Agentur ATS. „Ich erklärte ihm das UNESCO-Label, die Weine, die Ausdehnung des Weinbergs. Er zeigte grosses Interesse und machte sich Notizen und bat mich, bestimmte Namen zu buchstabieren, darunter Lavaux.“
Aus dieser Fahrt entstand „Lavaux“, einer der zehn Titel des Albums „20Ten“, erschienen 2010. Das Lied erwähnt auch „die Schokolade von Vevey“: Das Nestlé-Gebäude hatte den Sänger amüsiert. Die zuerst von 24 Heures enthüllte Geschichte wurde vom Festivalsprecher Francesco Laratta bestätigt (swissinfo.ch, ATS, 15. Juli 2010). Am Abend hatte Prince den Veveyser Bildhauer Zapoff im MAD in Lausanne getroffen.
2010: Prince als Zuschauer
Im folgenden Jahr, 2010, kehrte Prince als einfacher Zuschauer nach Montreux zurück, ohne besonderen Schutz. Er verfolgte die Konzerte von Janelle Monáe, im Miles Davis Hall und dann in der Funky Claude’s Bar, die damals Harry’s Bar hiess. Dazwischen teilte er einen Happen mit Quincy Jones und Shania Twain in einem öffentlichen Lokal der Stadt (20 minutes, Julien Delafontaine, 12. Juli 2013).
Zugehörige Orte
▸Funky Claude's BarOrt mit ErinnerungsstückenOrt öffnen →

© Reisememo.ch, CC BY Die ehemalige Harry’s Bar, Treffpunkt der Stars und der Jamsessions des Festivals, zu Ehren von Claude Nobs umbenannt.
▸Auditorium StravinskiKonzertsaalOrt öffnen →

© Keystone / Laurent Gillieron Der legendäre grosse Saal des Montreux Jazz Festival, benannt nach dem Komponisten des „Frühlingsopfers“.
▸Miles Davis HallKonzertsaalOrt öffnen →
Foto folgtDer legendäre zweite Saal des Festivals, benannt zu Ehren des Montreux so treuen Trompeters.
▸Montreux Jazz FestivalFestival / Kongresszentrum 2M2COrt öffnen →

© Visit Montreux Das Herz des Festivals seit 1993: unter einem Dach das Auditorium Stravinski und die Säle, die jeden Sommer die halbe Musikgeschichte empfangen.
▸Saint-SaphorinWinzerdorfOrt öffnen →

© Photo Alain Jarne Das Dorf im Lavaux, dessen Weisswein sich Freddie Mercury kistenweise nach London bringen liess.