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Rock, Pop & Metal

Nile Rodgers

Nile Rodgers

Der 1952 geborene amerikanische Gitarrist und Produzent Nile Rodgers, Gründer von Chic, hat zwei getrennte Verbindungen zu Montreux. Die erste führt über das Studio: 1993 koproduzierte er zusammen mit David Bowie das Album „Black Tie White Noise“, das teilweise in den Mountain Studios entstand. Die zweite führt über die Bühne: Vier Konzerte sind bekannt, alle im Auditorium Stravinski, am 17. Juli 2004, 14. Juli 2005 und 30. Juni 2006, dann eine Rückkehr am 15. Juli 2023 unter dem Namen Nile Rodgers & Chic.

Nile Rodgers: Bowies Produzent, dann Stammgast auf der Bühne

Der Mann, der Bowie schon einmal neu gestartet hatte

1983 hatte Nile Rodgers „Let’s Dance“ produziert und David Bowie zum Weltstar gemacht. Zehn Jahre später trafen sich die beiden in einer völlig anderen Lage wieder: Bowie kam von Tin Machine, einer Band, die nicht überzeugt hatte, und wollte unter eigenem Namen zurückkehren.

1991 begegneten sie sich in New York nach einem Tin-Machine-Konzert erneut. Eine erste Zusammenarbeit diente als Probe: „Real Cool World“, aufgenommen für den Soundtrack des Animationsfilms „Cool World“. Danach wurde daraus ein ganzes Album.

Montreux, New York, Los Angeles

„Black Tie White Noise“ entstand von April bis November 1992 im Wechsel zwischen drei Städten. Die Sessions teilten sich zwischen den Mountain Studios in Montreux und der Hit Factory in New York auf, mit Ergänzungen im Studio 38 Fresh in Los Angeles.

Die Wahl von Montreux war für Bowie kein Zufall: Er kannte das Studio seit „Lodger“ 1979, hatte dort 1981 mit Queen „Under Pressure“ improvisiert und dreizehn Jahre oberhalb der Riviera gelebt. Für ihn war es ein vertrauter Arbeitsort, vor Blicken geschützt.

Das Album erschien am 5. April 1993. Es war sein achtzehntes und jenes, das seine Rückkehr als Solokünstler markierte.

Keiner von beiden wollte ein „Let’s Dance II“

Beide betonten es damals: Es ging nicht darum, 1983 zu wiederholen. Rodgers beschrieb einen Bowie, der weit ruhiger war als zu „Let’s Dance“-Zeiten, philosophischer, und in einer Verfassung, in der ihn seine Musik aufrichtig glücklich machte.

Die Platte trägt die Spuren davon: experimenteller, durchzogen von Bläsern und Saxofon, sucht sie keinen Hit. Jahre später äusserte Rodgers eine gewisse Unzufriedenheit darüber, ein Zeichen dafür, dass die in Montreux und New York genommene Freiheit ihn von dem entfernt hatte, was er am wirkungsvollsten beherrschte.

Dann viermal auf der Bühne, über dreissig Jahre

Die Verbindung von Nile Rodgers zu Montreux endet nicht am Mischpult. Er kehrte als Musiker zurück, ins Auditorium Stravinski: am 17. Juli 2004, 14. Juli 2005 und 30. Juni 2006, drei Sommer hintereinander.

Dann, nach langer Abwesenheit, eine Rückkehr am 15. Juli 2023 unter dem Namen Nile Rodgers & Chic, diesmal mit der Band, die ihn bekannt gemacht hatte, mit über siebzig Jahren.

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    Das Herz des Festivals seit 1993: unter einem Dach das Auditorium Stravinski und die Säle, die jeden Sommer die halbe Musikgeschichte empfangen.