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Rock & Metal

Stephan Eicher

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Stephan Eicher

Stephan Eicher (geboren 1960 in Münchenbuchsee bei Bern) ist einer der beliebtesten Sänger der Schweiz. Anfang der 1980er-Jahre wurde er mit der New-Wave-Band Grauzone und deren Hit „Eisbär“ bekannt, bevor eine Solokarriere ihn in ganz Europa berühmt machte, singend bald auf Französisch, Deutsch, Schweizerdeutsch, Englisch, Italienisch oder Rätoromanisch. Von ihm stammen „Combien de temps“, „Déjeuner en paix“ oder „Oh Ironie“, oft nach Texten seines Freundes, des Schriftstellers Philippe Djian. Er trat am Montreux Jazz Festival auf und, ganz in der Nähe, am Cully Jazz, mitten in den Reben von Lavaux, wo er seine schwimmende Bühne „Le radeau des inutiles“ ersann.

Stephan Eicher, von Grauzone zum Floss von Lavaux

Ein Sänger aller Sprachen

Geboren 1960 in Münchenbuchsee, als Sohn einer elsässischen Mutter und eines jenischen Vaters, bildete sich Stephan Eicher an der Kunstakademie Zürich aus, bevor er Anfang der 1980er-Jahre mit der Band Grauzone durchbrach: Ihr „Eisbär“ wurde zu einem Klassiker der deutschsprachigen New Wave. Solo erfand er ein Lied ohne Sprachgrenzen, wechselnd zwischen Französisch, Deutsch, Schweizerdeutsch, Italienisch oder Rätoromanisch, manchmal im selben Stück. Zu Texten des Schriftstellers Philippe Djian schrieb er einige der grössten Erfolge des französischsprachigen Chansons, „Déjeuner en paix“ (1991) oder „Combien de temps“.

Am Montreux Jazz

Die Riviera gehört zu seiner Geschichte. Stephan Eicher stand bereits am 11. Juli 1986 auf den Bühnen des Montreux Jazz Festival und kehrte zurück, unter anderem 1996 für ein Konzert „Stephan Eicher And Friends“ im Auditorium Stravinski. Zwischen elektronischem Pop und intimem Chanson fand seine Musik dort dasselbe neugierige, treue Publikum wie so viele von Claude Nobs empfangene Künstler.

Ein Stammgast am Cully Jazz

Doch vielleicht ist Stephan Eicher wenige Kilometer von Montreux entfernt, am Seeufer, am meisten zu Hause: am Cully Jazz Festival, eingebettet in die Reben von Lavaux. Dort ist er ein Stammgast und steht auf dem grossen Zelt, unter anderem mit dem Trio des Gitarristen Roman Nowka. 2026 eröffnet er die 43. Ausgabe des Festivals, an einem ganz schweizerischen Abend an der Seite von Erika Stucky, Elina Duni und dem Traktorkestar.

Das Floss der Nutzlosen, in den Reben von Lavaux

Im Juni 2021, nach langen Monaten ohne Konzerte, ersann Stephan Eicher eine winzige Bühne, um dem Publikum wieder ganz nahe zu sein: „Le radeau des inutiles“, ein Holzpodest mit Mast und Segel, wie ein in den Reben gestrandetes Boot. Er stellte es beim Domaine Wannaz in Chenaux auf, mitten in Lavaux, mit Blick auf den Genfersee und die Alpen. Ein paar Bänke, ein Publikum ganz nah, die Musik in Hörweite: ein intimes Format, ganz im Bild der Region.

Im Juni 2021, beim Domaine Wannaz in Chenaux, Stephan Eichers Floss mit Blick auf den See und die Reben von Lavaux.
Im Juni 2021, beim Domaine Wannaz in Chenaux, Stephan Eichers Floss mit Blick auf den See und die Reben von Lavaux.© Vanessa Cardoso

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