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Fairmont Le Montreux Palace

Fairmont Le Montreux Palace
© Visit Montreux
Typ
Historisches Hotel
Adresse
Avenue Claude-Nobs 2 / Grand-Rue 100, Montreux

1906 eröffnet, ist das Montreux Palace das Belle-Époque-Grandhotel der Riviera und seit über einem Jahrhundert die Adresse durchreisender Stars. Richard Strauss hielt sich hier regelmässig auf. Im Januar 1997 bezog Michael Jackson für zwei Wochen die Tower Suite, während er in den benachbarten Mountain Studios „Blood on the Dance Floor“ fertigstellte, und grüsste die Fans von seinem Balkon. Heute beherbergt das Hotel das Montreux Jazz Café und die Funky Claude’s Bar, und in seinem Garten stehen die Büsten der Festivallegenden. Der Schriftsteller Vladimir Nabokov wiederum lebte hier sechzehn Jahre lang fest. Das Hotel widmet zudem seinen bekanntesten Gästen Hommage-Suiten: die Suiten Quincy Jones, Freddie Mercury und Claude Nobs, die nicht besichtigt, aber gemietet werden können.

Das Montreux Palace, ein Jahrhundert Legenden am Seeufer

1906: der Palast von Eugène Jost

Von den Hoteliers Alexandre Emery und Ami Chessex in Auftrag gegeben, wurde das Montreux Palace vom Waadtländer Architekten Eugène Jost in knapp achtzehn Monaten erbaut und am 19. März 1906 eingeweiht. Seine Belle-Époque-Fassade, die Stuckaturen und der grosse Ballsaal machten es rasch zu einem der begehrtesten Paläste der Riviera.

Nabokov, sechzehn Jahre in der Schwan-Suite (1961-1977)

Vladimir Nabokov, 1899 geboren und seit „Lolita“ berühmt, liess sich 1961 im Montreux Palace nieder, auf Anraten des Schauspielers Peter Ustinov. Der ewige Exilant, der etwa vierzigmal umgezogen war, von Berlin nach Paris, von Nizza an amerikanische Universitäten, zog nicht mehr weiter: Sechzehn Jahre lebte er hier, bis zu seinem Tod. Im sechsten Stock, im Cygne-Flügel, war ein ganzer Korridor den Nabokovs vorbehalten.

Dort schrieb er eine Reihe von Meisterwerken, „Fahles Feuer“, „Ada oder Das Verlangen“ und „Sieh doch die Harlekine!“, und ging seiner Leidenschaft als Entomologe nach, dem Schmetterlingsfang auf den Höhen der Riviera. Nach zwei Stürzen starb er am 2. Juli 1977. Eine Bronzestatue zeigt ihn heute sitzend in den Gärten des Hotels, den Blick auf den See gerichtet, ein Werk des Bildhauers Rukawischnikow, 1999 zum hundertsten Geburtstag enthüllt. Er ruht ganz in der Nähe, auf dem Friedhof von Clarens.

1967: das Hauptquartier des Festivals

Richard Strauss hatte längst seine Gewohnheiten im Palace. Doch es war das 1967 gegründete Montreux Jazz Festival, das aus dem Hotel das Basislager der Legenden machte: Miles Davis, Aretha Franklin, Ella Fitzgerald, B.B. King und so viele andere wohnten dort jeden Sommer. Quincy Jones, 1991 musikalischer Leiter des Festivals, hatte hier ebenfalls sein Quartier.

Ein Garten voller Legenden

Entlang des zum See abfallenden Gartens würdigt eine Büstenallee die Künstler des Festivals: B.B. King, Aretha Franklin, Ella Fitzgerald, Carlos Santana, Ray Charles und Quincy Jones, rund um die Statue von Claude Nobs. Etwas abseits wacht auch die Bronzestatue von Vladimir Nabokov, sitzend mit Blick auf den See, über diesen Garten.

Die Suite 721, jene von Freddie Mercury

Freddie Mercury wohnte mehrfach im Montreux Palace: während der Aufnahmen zu „Jazz“, dann 1982 für „Hot Space“ und 1985 für „A Kind of Magic“. Und noch später, wie ein bekanntes Foto von 1990 zeigt, aufgenommen auf einem Balkon des Hotels mit Jim Hutton und Barbara Valentin.

Im Lauf seiner Aufenthalte bewohnte er verschiedene Zimmer. Das Hotel hat eine Suite nach ihm benannt, die 721: Eine Tafel weist im Gang darauf hin, und dort hängen mehrere Porträts des Sängers sowie ein echtes Autogramm. Laut seinem Assistenten Peter Freestone ist es die letzte Suite, in der er wohnte.

Die Hotelbar, heute Funky Claude’s Bar, hiess damals Harry’s Bar: Dort entspannte sich Queen.

Freddie Mercury mit Jim Hutton und Barbara Valentin auf einem Balkon des Montreux Palace, um 1990.
Freddie Mercury mit Jim Hutton und Barbara Valentin auf einem Balkon des Montreux Palace, um 1990.

1997: Michael Jackson in der Tower Suite

Im Januar 1997 verbrachte Michael Jackson zwei Wochen in der Tower Suite, während er im benachbarten Mountain Studios „Blood on the Dance Floor“ vollendete, und grüsste von seinem Balkon die darunter versammelten Fans.

Michael Jackson kehrt durch den Hintereingang des Montreux Palace zurück, um den Fans zu entgehen.
Michael Jackson kehrt durch den Hintereingang des Montreux Palace zurück, um den Fans zu entgehen.

Heute

Das Palace beherbergt heute das Montreux Jazz Café und die Funky Claude’s Bar, während sein Pavillon, das Petit Palais, weiterhin Gratiskonzerte des Festivals empfängt. Jeden Sommer haben die Stars des Montreux Jazz Festival hier noch ihre Gewohnheiten: Im Juli 2025 posierte Grace Jones auf einem seiner Balkone.

Grace Jones auf einem Balkon des Montreux Palace, im Juli 2025.
Grace Jones auf einem Balkon des Montreux Palace, im Juli 2025.© Anoush Abrar

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